Okinawa Klima

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Okinawa Klima2018-11-12T00:02:53+00:00

Klima – Wann ist die beste Reisezeit?

Da Okinawa eine subtropische Insel ist, hat man das ganze Jahr über relativ mildes Klima und eine immer-grüne Vegetation. Im Winter wird es kaum kälter als 15° C und im Sommer steigen die Temperaturen auf knapp über 30° C an. Die gemessene Temperatur ist also nicht so extrem hoch wie vergleichsweise auf dem Festland, doch die hohe Luftfeuchtigkeit macht die Hitze dafür umso drückender.

Als Reisezeit kommt prinzipiell das gesamte Jahr in Betracht. Die Hauptreisezeit liegt auf jeden Fall in den Sommer-Monaten, da hier das Wasser mit Badewannen-Temperatur (ca. 30° C) sehr angenehm warm ist. Was man jedoch berücksichtigen muss, ist dass die Sonne auf Okinawa sehr stark ist und die Luftfeuchtigkeit im Juli / August sehr hoch ist und Aktivitäten am Tag sehr schweißtreibend sind. Das unkalkulierbare Risiko in den Sommermonaten ist, dass während Ihres Aufenthaltes ein Taifun über die Insel oder an der Insel vorbeizieht.

Das Wetter auf Okinawa – Januar bis Dezember im Überblick

Das Klima auf Okinawa ist im Sommer oder Winter sehr unterschiedlich. Wer eher kältere Temperaturen bevorzugt sollte im Januar bzw. Februar anreisen. Wer in dieser Zeit seinen Urlaub plant, sollte auf jeden Fall seinen Pulli und eine dünne Jacke nicht vergessen, denn nachts kann das Thermometer schon mal auf 14°C absacken! Tagsüber kann bei Sonnenschein aber schnell die 20°C Marke überschritten werden – also bestes T-Shirt-Wetter! Typisch in den Wintermonaten ist, dass der Wind aus Nord oder Nord-West kommt. Zu dieser Zeit kann auch die Luft etwas schmutziger sein als in den Sommermonaten, da der Wind vom chinesischen Festland weht (Ist an den verschmutzen Autos gut zu erkennen).

Im Januar sind auch wieder die ersten Frühlings-Vorboten zu sehen. Im nördlichen Teil der Insel gibt es viele Zier-Kirschbäume die ihre volle Blütenpracht zeigen. Dies wird auch in der Region gefeiert, beim sogenannten “Sakura-Matsuri”. Sehr bekannt ist das Sakura Matsuri auf dem Berg Yaedake, der zwischen Nago und Motobu liegt. Wer an einem Wochenende sich die enge Straße Richtung Gipfel hinaufschlängelt muss wegen hohem Verkehrsaufkommen schon etwas Geduld mitbringen.

Der Frühling hält Einzug. Die letzten Kirschbäume blühen und die wenigen Bäume die im Herbst ihre Blätter abgeworfen haben treiben wieder aus. Das Klima wird jetzt schon wesentlich angenehmer. Bei günstiger Witterung sind schon jetzt die Temperaturen so hoch, dass man kurze Hose und T-Shirt aus dem Koffer bzw. Schrank holen kann. Auch die Meerestemperaturen steigen bis Ende April schon wieder auf 24°C! Mit einem Neoprenanzug sind das schon wieder optimale Bedingungen zum Tauchen oder auch Schnorcheln.

In den beiden Monaten fällt auf Okinawa wohl der meiste Niederschlag. Es beginnt auch die offizielle Regenzeit, die für ein paar Wochen anhält. Es regnet zu dieser Zeit sehr oft und intensiv, was aber nicht bedeutet, dass es zwischendurch nicht schön sein kann. Die Regenmengen sind sehr wichtig für die bevorstehende Sommersaison, denn aufgrund der hohen Touristen-Zahlen wird sehr viel Wasser gebraucht, das in den Stauseen im Norden Okinawas gespeichert wird. Nach dem Ende der Regenzeit beginnt dann auch die offizielle Taifun-Saison, die bis November anhält. Mit einer Durchschnittstemperatur von 24 – 26°C ist es angenehm warm – auch Nachts – denn da kühlt es nur um 2 – 3°C ab. Auf die Klimaanlage kann man im Mai und Juni noch oft verzichten.

In diesen beiden Monaten beherrscht sehr schwühl-heißes Klima die Inselgruppen. Die Sonne ist sehr stark und gerne sucht man sich tagsüber einen schattigen Platz bzw. kühlt sich im Meer ab. Ein latentes Schauer und Gewitter-Risiko herrscht immer. Diese können teils sehr heftig ausfallen, verziehen sich aber oft genauso schnell wie sie gekommen sind.

Das Wasser hat jetzt Badewannen-Temperatur und lädt zum Schnorcheln und Baden ein. Die Wassertemperaturen schwanken um die 30° C. Gerade wenn es eine längere Taifun und Sturm-arme Phase gibt und das Meer relativ ruhig bleibt, steigen die Wassertemperaturen über die 30° – Marke.

In dieser Zeit ist die Wahrscheinlichkeit recht hoch, dass die ersten Taifune Okinawa bzw. Japan erreichen. Aber nicht jeder Taifun geht auch direkt über Okinawa.

Die Temperaturen werden langsam wieder erträglicher und in der Regel beginnt ein niederschlagsarmer Herbst. Vom Herbst an sich ist aber nicht all zuviel zu sehen, da die meisten Bäume ihre Blätter über den Winter nicht abwerfen. Die Wassertemperaturen sind noch immer sehr angenehm und es wird auf der Insel wieder etwas ruhiger da die Hauptreisezeit langsam endet. Eigentlich ideale Bedingungen für einen Urlaub. Es ist auch nicht mehr so heiß wie im Juli/August, Klimaanlagen sind zu dieser Zeit bei vielen Familien auch nur noch ab und zu im Einsatz.

Ende November geht auch offiziell die Taifun-Saison zu Ende.

Angenehmes Klima mit relativ wenig Niederschlag und milden Temperaturen kennzeichnen auch diese beiden Monate aus. Die Durchschnittstemperaturen sinken weiter, ideale Zeit für alle Ausdauersportler. Daher findet auch die Tour de Okinawa Anfang November und im Dezember der Naha-Marathon statt.

Klimatabelle Okinawa, durchschnittliche Werte der letzten 30 Jahre

Taifun-Saison in Okinawa

Ein Taifun ist ein tropischer Wirbelsturm, der sich auf dem Pazifischem Ozean (nördlich des Äquators) bildet und in der Regel in einer Rechtskurve langsam gen Norden zieht.

Verwüstete Straßen nach Taifun auf Okinawa

Verwüstete Straßen nach Taifun auf Okinawa

In den Sommermonaten ist es keine Seltenheit, dass auch Okinawa von dem ein oder anderen Taifun (jap. 台風) heimgesucht wird.

Die „offizielle“ Taifun-Saison geht von Anfang Juni bis Ende November, wobei die richtig starken Wirbelstürme im Hochsommer (Juli-September) für enorme Beeinträchtigungen sorgen können.

Im japanischen Wetterdienst wird schon Tage im voraus die voraussichtliche Laufbahn des Taifuns vorhergesagt, so dass man sich rechtzeitig darauf einstellen kann. Wer keinen Fernseher hat bzw. die Radiomeldungen nicht versteht kann sich auf der Seite des Japanischen Wetterdienstes hier informieren. Die tropischen Stürme werden übrigens immer durchnummeriert. Dabei wird in jeder Saison wieder von vorne begonnen zu zählen.

Was sollte man bei einem Taifun beachten?

  1. Meiden Sie das Meer! Vor, während und nach dem Taifun stellen starke Winde und Strömungen ein unkalkulierbares Risiko dar. Halten Sie sich daher unbedingt vom Meer entfernt.
  2. Sollten Sie nicht im Hotel versorgt werden, sollten Sie schon bevor das Sturmzentrum kommt zum Einkaufen gehen, falls Sie Getränke & Essen benötigen.
  3. Möglicher Stromausfall. Sorgen Sie vor und besorgen Sie sich eine Taschenlampe, Kerze um sich bei Stromausfall zurechtfinden zu können. Denken Sie auch daran, ihr Handy vorher aufzuladen.
  4. Bleiben Sie, wenn das Zentrum des Sturms über Sie zieht in geschlossenen Räumen. Durch starke Winde können lose herumfliegenden Gegenstände zur Gefahr werden.

Bei einem Taifun gibt es unterschiedliche Gefahrenstufen. Die gefährlichste Phase ist dann, wenn das Sturmzentrum (Auge des Taifuns) in der Nähe ist. Diese Phase wird auch als „Bofou-Iki“ genannt. In dieser Zeit sind sämtliche Läden (Ausnahmen: ggf. Lawson & Familiy Marts) und Büros geschlossen. Außerdem fahren keine Busse bzw. Monorail und der Flughafen stellt den Flugbetrieb ein. Bei starken Winden werden auch Brücken geschlossen, da die Winde so stark sein können, dass Autos umkippen können.

Warum Taifune für Okinawa wichtig sind

Taifune haben aber nicht nur ihre schlechten Seiten. Da sie sehr hohe Regenmengen mit sich bringen, sind sie wichtig für die Trinkwasserversorgung auf Okinawa. Im Norden der Insel gibt Stauseen, die das Wasser dafür speichern. Daher kann es bei einem Sommer ohne Taifuns schon mal enger mit der Wasserversorgung werden. Zweiter positiver Effekt betrifft die Korallen. Mit der Klimaerwärmung ist das Wasser tendenziell wärmer als noch vor Jahren. Das hat zur Folge, dass auch auf Okinawa die Korallenriffe von der Korallenbleiche bedroht sind. Hier wiederum hilft die stürmische See bei einem Taifun, dass das kühlere Wasser wieder für etwas „angenehmere“ Temperaturen sorgt.

Wassertemperaturen auf Okinawa

In dem folgendem Diagramm sieht man den Temperaturverlauf übers Jahr hinweg. Wenn man es mit den Wassertemperaturen von Mittelmeer und Nordsee vergleicht, steht einem Badevergnügen zu keiner Jahreszeit was im Wege. Wer allerdings in den Wintermonaten ins Meer möchte, und in Ruhe Korallen und Fische sehen möchte, der ist mit einem Neoprenanzug gut beraten.

Wassertemperaturen in Okinawa

Wassertemperaturen auf Okinawa

Wetter

Hier sehen Sie die aktuellen Wind- & Wetter-Aussichten für Okinawa (Quelle: Windy.com)